Einführung eines Modellprojekts Demokratiebildung an Schule

Wir fordern die Einrichtung einer „Koordinierungsstelle für Demokratiebildung an Schule“ durch das Thüringer Ministerium für Jugend, Bildung und Sport. In 12 Thüringer “Modellschulen für Demokratie und Partizipation” soll erprobt werden, wie politische Bildung in einem neuartigen Tandem aus Schüler:innen und pädagogische Fachkräften weiterentwickelt werden kann, um Freiräume zu schaffen und politische Aktionen zu begleiten.

Begründung

Angesichts von dramatischen Lehrkräftemangel, unzähliger Vertretungsstunden durch fachfremde Lehrkräfte sowie den kaum auf föderales, regionales und lokales politisches Geschehen ausgerichteten Sozialkundeunterricht, steht es schlecht um den Politikunterricht an Thüringer Schulen.

Die Zauberformel der Aktivierung bürgerschaftlicher Selbstermächtigung durch politisches Engagement und Ehrenamt bleibt eine Leerformel, wenn trotz der Bedrohungen durch Rechtspopulismus und Rechtsextremismus alles so bleibt, wie es ist. Wir wollen eine moderne und zeitgemäße Form der politischen Bildung an Schule finden, die Handlungsfelder für junge Menschen schafft, welche gesellschaftliche Missstände nicht nur erkennen, benennen und einordnen, sondern diesen auch aktiv und planvoll begegnen wollen.

Mit den durch eine landesweite „Koordinierungsstelle für Demokratiebildung an Schule“ begleiteten Modellschulen verbindet sich die Hoffnung, Schulsettings im Sinne lebendiger Schuldemokratie und der Erfahrbarmachung demokratischer Werte neu zu erfinden. Das ist vor allem aus jungsozialistischer Perspektive dringend nötig, um durch bessere politische Bildung in Thüringen, Schüler:innen Wege aufzuzeigen das Gemeinwesen mitzugestalten und zu verhindern, dass die Marginalisierung von gesellschaftlichen Gruppen weiter salonfähig wird.

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